Bürgerstiftung feiert 15-jähriges Bestehen

Im Dezember 2000 wurde die Bürgerstiftung Osnabrück gegründet, am Freitag feierte die gemeinnützige Organisation im Friedenssaal des Rathauses ihr 15-jähriges Jubiläum.

Die Festrede hielt der Präsident des Niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann (CDU).  Dabei würdigte er die Institution Bürgerstiftung mit der Aussage: „Bürgerstiftungen sind gelebter Bürgersinn.“ Die Osnabrücker Bürgerstiftung gehöre „zu den Pionieren der Bewegung“. Damals hätten zehn Stifter 80 000 Euro zusammengebracht. Heute sei 124 Stiftern für ihr Engagement und ein Kapital von 770 000 Euro zu danken.

Der Landtagspräsident lobte den diesjährigen Förderschwerpunkt der Bürgerstiftung „Wir sind alle Osnabrück“. Damit werden Projekte, Initiativen und Projektideen gefördert, die das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Weltanschauung zum Inhalt haben. Unterstützt werden ebenso Projekte, die Flüchtlingen ein herzliches Willkommen bieten. 

Es mache laut Busemann Mut für die Zukunft, dass in der Bürgerstiftung diejenigen, die es könnten, auch anpackten – und zwar mit Zeit, Geld und Fähigkeiten. „Menschen, die gestalten wollen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, und sich einsetzen wollen für ihr Lebensumfeld, sind die Menschen, die sich in der Bürgerstiftung engagieren.“

Die Osnabrücker Bürgermeisterin Karin Jabs-Kiesler würdigte viele Projekte, die durch die Bürgerstiftung initiiert oder gefördert wurden. Auch Horst Baier, ehemaliger Kämmerer von Osnabrück und heutiger Bürgermeister der Samtgemeinde Bersenbrück, lobte die Bürgerstiftung, deren Stiftungsrat er vorsitzt. „Hier spenden Menschen Geld und Zeit und Wissen für einen guten Zweck.“ Die Bürgerstiftung sei zu einer maßgeblichen Kraft im bürgerschaftlichen Engagement der Stadt geworden.

Der Vorstandsvorsitzende Klaus Lang hob hervor, dass die Bürgerstiftung noch mehr Unternehmen und noch mehr Menschen zwischen 30 und 50 Jahren gewinnen müsse.  Anschließend verlieh er die Goldene Stifternadel. Der Ehrenpreis ging an Stefanie Schindhelm, in deren Haus und unter deren Regie Jahr für Jahr im Advent Hunderte Geschenke für die „Aktion Kinderwünsche“ verpackt und dann ausgeliefert werden.