"Inge Römer-Stiftung"


2006 hat die Künstlerin Inge Römer der Bürgerstiftung Osnabrück die Sammlung ihrer Kunstwerke übertragen und zu diesem Zweck eine Treuhandstiftung gegründet. Der Zweck dieser Stiftung besteht insbesondere in der Erhaltung, Publikation und Präsentation der Gemäldesammlung der Stifterin Inge Römer. Darüber hinaus steht die Förderung von Kunst und Kultur in der Stadt Osnabrück und ihrer Region im Vordergrund, die durch die Vergabe von Stipendien, Beihilfen, Verleihung von Kunstpreisen oder ähnlichen Zuwendungen zur Förderung und Würdigung des Schaffens junger Nachwuchskünstler erreicht werden soll.

Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Inge Römers Kunst, ihre Gemälde, Ölpastelle und Zeichnungen aus rund 30 Jahren Schaffenszeit der kunstinteressierten Öffentlichkeit noch immer relativ unbekannt sind.

Inge Römer, geb. am 27.08.1930 in Osnabrück, studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, unter anderem bei Karl Kluth, Willi Tietze, Wilhelm Grimm und Werner Haftmann, und eignete sich fundierte Kenntnisse der Mal- und Zeichentechnik an. Arbeiten aus den 60er und 70er Jahren lassen erkennen, dass darin die methodischen und theoretischen Lehransätze ihrer Lehrer, insbesondere die Einflüsse des französischen und deutschen Impressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit, weiterwirkten. Doch zeigte sich schon früh in Landschaften, Interieurs, Stillleben und Porträts und in knappen Skizzen und intensiv durchgearbeiteten Ölstudien eine in der Komposition, den Kontrasten und der fein abgestimmten Farbigkeit durchdachte Darstellung.

1966 entschied die Künstlerin, sich ganz der Landschaftsmalerei und der bretonischen Landschaft zu widmen. Für die damals 35-jährige Künstlerin und ihren zukünftigen Malstil war dieser Schritt und die mit ihm verbundene Selbsteinschränkung und Konzentration auf das Sujet der Landschaft von entscheidender Bedeutung.
Durch die ständige Auseinandersetzung mit der Landschaft am Meer empfing Inge Römer während ihres 20-jährigen Aufenthaltes in der Bretagne nachhaltige, tiefgehende und prägende Impulse. Jenseits romantischer Vorstellungen strebte die Künstlerin in ihren Kompositionen bei hohem Abstraktionsgrad einen Zustand höchster Zusammenfassung und Verdichtung an. Ihre Kunst führte sie so zu ihrem ganz eigenen persönlichen Malstil.

Sie lebte lange Zeit in Osnabrück, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr künstlerisch arbeiten. Ausstellungen - unter anderem im Stadthaus (2007) und der Stadtgalerie (2013) – würdigten ihr Werk.

Einige Bilder können in der Geschäftsstelle der Bürgerstiftung begutachtet werden. Möglich ist eine Ausleihe (bei der Artothek der Kunsthalle Osnabrück) oder selbstverständlich auch der Erwerb eines oder mehrerer Bilder.

Hier finden Sie die Satzung der "Inge Römer-Stiftung".

Spendenkonto
Bürgerstiftung Osnabrück
"Inge-Römer-Stiftung"
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