Gestärkt von Anfang an - Gesundheitsförderung in der Kita



Eltern und Kitas packen an

Mit Schleifpapier, Säge, Malerpinsel, einer großen Holzspende der Ev. Stiftungen und jeder Menge Muskelkraft von engagierten Eltern und MitarbeiterInnen der Projektkitas sowie der Bürgerstiftung wurde letzte Woche das dritte Außengelände für die Krippenkinder umgestaltet. Nun kann balanciert, geklettert, Stufen erklommen und Kleine mit eigener Kraft hoch hinauskommen.

Die Aktionstage sind Bestandteil des KiBS Projekts Gestärkt von Anfang an, das sich unter der Leitung der Bürgerstiftung Osnabrück in drei Kitas in Stadtteil Schinkel für mehr Bewegung und ein gesundes Aufwachsen von klein auf an einsetzt. In den vergangenen Wochen packten die Eltern und Fachkräfte der Ev. Paulus Kita, der Krippe des Alten Wasserwerks sowie der Regenbogenkrippe der HHO mit an. Die Projektaktivitäten werden von den Ev. Stiftungen, der Stadt Osnabrück und vom Gesundheitszentrum Bad Laer gefördert und von der Uni Osnabrück wissenschaftlich begleitet.



Projektleitung: Marina Bauhaus

Kooperationspartner: Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück (Leitung Prof. Jan Erhorn)

Projektlaufzeit: September 2020-August 2023


Konzepte zur Gesundheits- und Bewegungsförderung in Kindertageseinrichtungen widmen sich überwiegend Kindern ab drei Jahren und den zuständigen pädagogischen Fachkräften. Im Sinne einer Prävention von Anfang an fehlt es aktuell an praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Konzepten, die bereits für Krippenkinder und Fachkräfte im U3-Bereich formuliert und erprobt sind sowie die Familie als wichtigen Rahmen für ein gesundes Aufwachsen einbeziehen. Zudem steht die pädagogische Praxis oftmals vor der Herausforderung, aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen zur Gesundheitsförderung aus Wissenschaft, Politik und Theorie unter den Voraussetzungen der individuellen Rahmenbedingungen ihrer Einrichtung im pädagogischen Alltag nachhaltig umzusetzen.


Ziel des Projekts ist es, beides in einem praxisorientierten Konzept zusammenzuführen. Es basiert auf den Gesundheitssäulen Bewegung, Ernährung und Entspannung und setzt auf mehreren Ebenen an: zum einen auf der Ebene der pädagogischen Arbeit in den Einrichtungen an. Neben der Weiterqualifizierung der Kita-Fachkräfte als MultiplikatorInnen, wird ein zentraler Projektbaustein das kooperative Lernen im Rahmen eines Tandemkonzepts darstellen. Somit wird die Umsetzung der Fortbildungsinhalte in die pädagogische Praxis von den ProjektmitarbeiterInnnen eng begleitet und evaluiert. Dabei sollen die förderlichen Rahmenfaktoren auf struktureller sowie verhaltenspräventiver Ebene für die Implementierung der Maßnahmen prozessbegleitend ermittelt und mit den Fachkräften gestaltet werden.  


Zum anderen stellt die Einbindung der Familien in gesundheits- und entwicklungsfördernde Strukturen im nahen Lebensumfeld einen zentralen Konzept- und Projektbaustein dar. Die beteiligten WissenschaftlerInnen untersuchen dafür die Rahmenstrukturen in Bezug auf die Wahrnehmung und Vernetzung vonstadteil- und gesundheitsbezogenen Angeboten und Akteuren und ermitteln darauf aufbauend Perspektiven zur Stärkung von Familien als Gesundheitsort für das Kind.

(v.l.): Marina Bauhaus, Anna Scherf und Sarah Natschke (HHO Regenbogenkrippe)



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