Aktuelles

VG-Treff am Dienstag, den 26. 11. 2019 im Museumsquartier
a) 16.00 Uhr: Aktuelle Entwicklungen
b) 16.45 Uhr: "schlicht und einfach. alles bauhaus - oder was?“


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunstfreunde,

 

zu a) Sie alle waren am 17. November eingeladen, mit zur konkreten Kunst in Soest und Unna zu fahren. Neben  dem Kennenlernen des Künstlers Peter Weber und der Auseinandersetzung mit den Werken von Karin Radoy hatte unsere Exkursion noch ein weiteres und ganz unerwartetes Ergebnis: der begeisterte Sammler und Gründer der "Stiftung für konzeptuelle Kunst“  Carl-Jürgen Schroth empfing uns mit einer großzügigen Geste: zur Erweiterung des VG-Buchbestands in der Stadtbibliothek Osnabrück stellte er an die 100 Bücher zur Konkreten Kunst zur Verfügung. Vielen Dank dafür! 

Eine erste Durchsicht führte bei mir bereits zu einer Korrektur bisheriger Vorstellungen; bisher war ich der Ansicht, dass es sich bei der konkret-konstruktiven Kunst um ein eher schmales und überschaubares Gebiet der bildenden Kunst handelt; mit dem tieferen Eindringen in die Materie stelle ich zunehmend fest, dass sich das Werk Vordemberge-Gildewarts  in der Nachwirkung tatsächlich mit einem gar nicht mehr zu überblickenden Künstler-Kosmos verbindet.

 

zu b) "schlicht und einfach. alles bauhaus - oder was?“  lautet der Titel eines auch von einem eigenen kleinen Katalog begleiteten Ausstellungsprojekts des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Osnabrück. Frau Prof. Koriath und Herr Jan Giebel werden uns diesen Beitrag zur Ausstellung bauhaustapete - neu aufgerollt vorstellen. 

 

Jetzt folgt ein Zitat aus der Ankündigung der beiden Kunstexperten: "Ansatz hierzu ist die Amtszeit des 2. Bauhausdirektors Hannes Meyer, in der viele No-Name-Produkte entstanden sind, die für die Kleinstwohnung, die Volkswohnung vorgesehen, schlicht, einfach und praktisch, manchmal auch äußerst einfallsreich waren. 

 

Wir sind der Frage nachgegangen, wieviel Bauhaus - und ob überhaupt - in vielen funktionalen und persönlich unentbehrlich gewordenen Alltagsgegenständen heute (noch) steckt, die gerade bei jungen Leuten mit schmalem Geldbeutel, die meist in Kleinstwohnungen leben, in Gebrauch sind. Es wurden also Geschichten aufgerollt, in denen das Bauhaus unterschiedliche Rollen spielt, die aber auch noch weit vor das Bauhaus in die Kulturgeschichte zurückreichen, von Erfindern und vom Erfindergeist in Deutschland, Frankreich, Italien… erzählen und zeigen, wie funktionale Ideen aus dem Bauhaus und durch das Bauhaus hindurch weitergewirkt haben und wie diese im Design aktueller Dinge aufzuspüren bzw. sichtbar sind. 

 

Unsere Publikation ist in Zusammenarbeit mit dem bekannten Fotokünstler Claus Goedicke und dem jungen Designer Moritz Kappen entstanden; auch darauf möchten wir zumindest am Rande kurz eingehen - weil auch das wiederum mit Bauhaus- bzw. genauer mit Hannes-Meyer-Ideen und seiner Haltung zu tun hat.

 

Herr Giebel, ein paar Studierende und ich freuen uns also auf Sie alle und einen sicherlich interessanten Ausstellungsbesuch zusammen mit Ihnen allen. Wir treffen uns zwischen 16:45 und 17 Uhr im Eingangsbereich des Museums, um gemeinsam in die Ausstellung zu gehen."

 

Und Sie dürfen sich ebenfalls wie ich auf dieses für uns einmalige Eeignis zusammen mit den gestandenen und angehenden Kunstexperten freuen.

 

 

Mit konkreten Grüßen

Ihr

S. Hoffmann



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