Aktuelles


VG-Treff am Dienstag, den 28. Mai 2019
im MQ, Lotter. Str. 2,

a) 16.00 Uhr Aktuelle Entwicklungen 

b) 16.45 Uhr Raphael Völler und  Dr. Hans Peterse, „Vordemberge-Gildewart - ein deutsch-niederländischer Europäer"

 

 

Liebe Freunde der Vordemberge-Gildewart-Initiative,

liebe Freundinnen und Freunde der Kunst,

 

zu a)  Aktuelle Entwicklungen: Die Zukunft hat bereits begonnen! Kaum bestellt, hat der neue Vorstand im April seine Arbeit aufgenommen. Erste Themenverantwortliche und Mentoren haben ihre Mitarbeit  für das Ideenlabor der „Zeitsäulen und Aktivitäten“ zugesagt; auch Sie können jetzt Ihre Anregungen einbringen, Projekte vorschlagen oder sich persönlich stärker engagieren. Der Vorstand konzentriert sich zur Zeit auf die Entwicklung eines attraktiven  Internet-Auftritts, der Neugier für unser Thema weckt und das Leitbild unserer Arbeit inhaltlich und optisch abbildet.

 

Aber nicht nur in Osnabrück findet das konkret-konstruktive Thema ein Echo: sehr erfreulich sind uns überregional weitere Spenden für den Aufbau einer Fachbibliothek zugesagt worden. Auch ein Ausstellungsplakat zu einer VG-Ausstellung im Quadrat  in Bottrop 1980  hat uns erreicht.

 

Jetzt eine Terminankündigung: am Mittwoch, den 5. 6. um 16.30 Uhr spricht Frau Dr. Waike-Koormann .als verantwortliche Ausstellungskuratorin über das „Making of bauhaus-Tapete - neu aufgerollt“ im Museumsquartier. Und ein vorbereitender Hinweis: es sind gleich 2 Kunstreisen (Wollen Sie dabei sein….?) in Arbeit: nach Krefeld zu den Bauhaus-Häusern Lange und Esters; und nach Oldenburg zur Sonderausstellung 'Zwischen Utopie und Anpassung - Das Bauhaus in Oldenburg'(Präsentation von Leben und Werk von vier Bauhäuslern aus Nordwestdeutschland/Utopie, Anpassung, Emigration und Nachwirkung der Bauhausidee).  Näheres werden Sie noch hören!

 

zu b) „Vordemberge-Gildewart - ein deutsch-niederländischer Europäer“  Nachdem der internationale künstlerische Rang VGs mittlerweile auch in seiner Heimatstadt breite Öffentlichkeit und Anerkennung findet, bleibt sein Leben,  oder besser: Überleben, im Amsterdamer Exil von 1937 bis 1945 bisher im Dunkeln. Als naziregimeverfolgter 'entarteter' Künstler mit jüdischer Ehefrau kann dieser glückliche Ausgang als ungewöhnlicher Ausnahmefall angesehen werden - etwa 80% aller emigrierten deutschen und niederländischen Juden wurden in den Konzentrationslagern des Naziregimes ermordet. Aus der Vielzahl emigrierter Osnabrücker sei hier nur stellvertretend das gemeinsame Schicksal der ebenfalls nach Amsterdam geflüchteten Eltern und des Bruders von Felix Nussbaum angeführt , die (wie er selbst  mitsamt seiner Ehefrau in Brüssel) durch Verrat das Exil nicht überlebt haben. 

 

Als ein wesentlicher Hintergrund für das Überleben VGs kann sein langjährig gewachsener niederländischer Kollegen- und Freundeskreis aus seiner Mitgliedschaft in der weltbekannten Künstlergruppe der Niederlande 'der Stijl' angenommen werden, die derzeit näher untersucht wird. Für einen thematischen Einstieg berichten Raphael Völler, unserer Initiative seit langem verbunden, und Dr. Hans Peterse vom Institut für Niederlandistik in Münster (für Führungen in niederländischer Sprache auch im Museumsquartier tätig) Sie haben die Recherche für ein Ausstellungs- und Dokumentationsprojekt zu „Vordemberge-Gildewart - ein deutsch-niederländischer Europäer“ aufgenommen. Bei uns berichten sie über die Lebensbedingungen für Nazi-Verfolgte und Juden im Amsterdam des 2. Weltkriegs.

 

Beide Referenten stehen ab 18 Uhr zu einem Nachgespräch in der Lagerhalle zur Verfügung. Ein Angebot, von dem Sie gerne Gebrauch machen können!

 

Mit konkreten Grüßen

Siegfried Hoffmann