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Subheadline: „Kid-Courage“-Projekt
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14.06.2012

Nicht Wut-Bürger, sondern Mut-Bürger braucht das Land. Speziell jugendliche Mut-Bürger sucht die Bürgerstiftung Osnabrück. „Ich will nicht behaupten, dass Bundespräsident Gauck den Begriff, als er ihn neulich für unsere Soldaten im Auslandseinsatz verwendete, von uns abgeguckt hat“, meinte Stiftungsvorstand Klaus Lang, „aber jedenfalls zeigt es, dass wir mit dem einprägsamen Begriff wie insgesamt mit unserem Projekt ,Kid Courage‘ goldrichtig liegen“.

„Kid Courage" ist ein Wettbewerb, den die Bürgerstiftung seit 2003 jährlich auslobt. Gesucht werden Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, die eine Idee für ein soziales oder ökologisches Projekt entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. „Besser als eine theoretische Umschreibung ist vielleicht, wenn ich einfach mal einige Preisträger der Vergangenheit vorstelle", meinte Stiftungsratsmitglied Dieter Höfner. Er berichtete von zwei Geschwisterpaaren aus Hasbergen im Alter von sechs bis zehn Jahren, die aus Kastanien kleine Figuren gebastelt, diese verkauft und den Erlös für Flüchtlinge in Somalia gespendet hätten. Oder von dem jungen Tamilen, der Herausragendes für die Integration seiner Landsleute unter anderem durch Gründung einer Musik-Band geleistet habe. Oder von den vier Schülerinnen des Gymnasiums „In der Wüste", die eigenständig den Aufbau einer Schülerbibliothek betrieben hätten.

Botschafterin Fischer

„Wir sind auf Multiplikatoren - wir nennen sie Botschafter - angewiesen, die die Idee des Farbebekennens und mutigen Beispielgebens hinaus in die Gesellschaft tragen und uns gleichzeitig Rückmeldung geben, wer durch sein vorbildliches Handeln eine Auszeichnung verdient hat", sagte Lang. Zu diesen Botschaftern gehört Polizeipräsidentin Heike Fischer. Beim gemeinsamen Pressegespräch in der Polizeidirektion erklärte Lang, weshalb er die Kooperationspartner in Uniform für besonders wichtig halte: „Unsere Polizei ist nah bei den Bürgern, sie kennt das Feld gut, die Beamten wissen, wo Engagement nötig ist, und sie erleben auch viele ermutigende Beispiele."

Vorschläge erwünscht

Heike Fischer bekräftigte, dass sie persönlich aus vollem Herzen das Projekt mittrage, nicht zuletzt, weil die bisherigen Veranstaltungen mit den Würdigungen der Preisträger sie tief beeindruckt hätten. Aber auch dienstlich betrachtet sehe sie eine große Übereinstimmung mit den Zielen der polizeilichen Präventionsarbeit: „Wir Polizisten haben bisweilen den etwas einseitigen Blick auf die Kinder- und Jugendkriminalität. Aber wir sehen in zunehmendem Maße auch, was Prävention bewirken kann. Junge Helden des Alltags ins rechte Licht zu rücken passt haargenau in unser Konzept."
Höfner wies darauf hin, dass weitere Nominierungen preiswürdiger Courage-Kids erwünscht seien. Weitere Infos und Vorschlagsformular im Internet: www.buergerstiftung-osnabrueck.de.

Quelle: NOZ vom 14. Juni 2012





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