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Subheadline: Bürgerstiftung: „Handschlag 2011 verbindet Lebenswelten"
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29.05.2011

Osnabrück (eb) – Da wurde gebuddelt und geschraubt, gepflanzt, gestrichen und gegossen. Immer packten kleine und große Hände mit an, arbeiteten Kinder und Jugendliche mit engagierten Erwachsenen zusammen – und alle hatte jede Menge Spaß.

22 Projekte in 21 sozialen Einrichtungen realisiert in Kooperation mit 30 Unternehmen, das sind die nüchternen Zahlen zur Aktion „Handschlag 2011" der OS-Bürgerstiftung. Beim Besuch vor Ort
wurde klar, wie viel Leben dahinter steckte. Zum Beispiel in der Montessori-Schule. „Eigentlich
hatten wir uns mit unserem Projekt‚ ‚Wasser sucht Anschluss‘ nur um einen Wasseranschluss
im Schulhof beworben, damit unsere Schüler dort matschen und planschen können. Mit dem, was hier entsteht hatten wir nie im Leben gerechnet", so die strahlende Konrektorin Marion Schönfeld.

Das Projekt wurde zum Selbstläufer. Gleich 3 Innungen arbeiteten Hand in Hand, koordiniert von Reiner Möhle, und es entstand eine auch für Rollstuhlfahrer benutzbare Wasserspielanlage mit mehreren Ebenen. Einige Montessori-Schüler hatten schon beim Bau jede Menge Spaß, denn sie
durften mit anpacken. Auch die Handwerker waren mit Freude dabei, erklärten den Jugendlichen,
was zu tun war, trauten ihnen dabei einiges zu.

„Was wir hier sehen ist einerseits ganz typisch für unser Projekt Handschlag, denn hier treffen Menschen aufeinander, die sich sonst wohl nie begegnet wären. Wir haben dabei den Schwerpunk auf die Kontakte mit Kindern und Jugendlichen in benachteiligten Lebenslagen gelegt, in diesem Jahr mit besonders vielen Aktionen für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund", so der Vorsitzende der Bürgerstiftung,Dr. Klaus Lang.

Andererseits sei das Projekt sehr ungewöhnlich: „Es ist doch sehr groß und aufwendig geworden. Die meisten anderen Handschlag-Aktionen sind einfacher." Der Leiter der Projektgruppe
Ulrich Ruf: „Alle Aktionen, ob groß oder klein, haben den Hintergrund, dass sich unterschiedliche Lebenswelten begegnen. Anders als bei einer Geldspende, die ein Unternehmen einer sozialen
Einrichtung übergibt, hat der persönliche Einsatz der Mitarbeiter vor Ort eine nachhaltige
Wirkung in den beteiligten Unternehmen. Das haben uns die Teilnehmer vom Vorjahr, von
denen viele auch diesmal dabei sind, bestätigt."

Auf nachhaltige Wirkung „ihrer" Aktion „Der Rosenplatz blüht auf" hofft auch die Leiterin des Hortes „Rosenkinder" an der Rosenplatzschule, Petra Nieweg: „Wir werden eine Garten-AG ins Leben rufen, die sich um die neuen Rosen kümmert." Am Aktionstag jedenfalls waren die kleinen Nachwuchsgärtner mit Feuereifer dabei. Mit schweren Spaten lockerten sie die Erde an dem kleinen Rondell, das mit Rosen umpflanzt wurde.

„Klar kümmern wir uns um unsere Rosen. Wir werden sie immer gießen und davor beschützen, dass die anderen Kinder sie platt treten", versicherten die Schüler. „Seit heute Morgen sind die Kids hier im Einsatz", erklärten die beiden Mitarbeiter der Firma Gartengestaltung Otten. „Und der Andrang immer neuer Helfer wird nicht weniger", staunten sie mit Blick auf die Kindergesichter, die mit den ersten Rosenblüten um die Wette leuchteten.

Quelle: ON am Sonntag vom 29.05.2011





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