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28.04.2011

pm Osnabrück. Kyrill - der Wirbelsturm, der vor gut vier Jahren über Deutschland hinwegfegte und in Europa Milliardenschäden anrichtete, ist für manche nur noch ein Name. Andere bemühen sich bis heute, die Folgen der Verwüstungen aufzuarbeiten. Schwer getroffen hatte es damals auch den Park mit dem teils jahrhundertealten Baumbestand des Schlosses Sutthausen am Marienheim. Seither hat es sich der Bürgerverein Sutthausen zur Aufgabe gemacht, sich mit großem Einsatz für die Sanierung der gesamten historischen Anlage zu engagieren.

So ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass der Bürgerverein in Absprache mit den Schwestern der Thuiner Franziskanerinnen über die Pflanzung eines „Baumes des Jahres" zur Verschönerung des Parks beiträgt. Der Baum wird in jedem Oktober von der „Baum-des-Jahres-Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung" und deren Fachbeirat für das Folgejahr bestimmt.
Als weitgehend unbekannte Baumart und Frucht hatte die Stiftung die Elsbeere erkoren, einen der seltensten Bäume in Deutschland. Als Sponsor der diesjährigen Aktion konnte Klaus Lang, Vorsitzender der „Bürgerstiftung Osnabrück", gewonnen werden, selbst „verwurzelter Sutthauser und damit hervorragend geeignet, das wieder aufzubauen, was Kyrill entwurzelt hat", wie der Vereinsvorsitzende Friedrich H. Petersmann augenzwinkernd erläuterte. Lang wollte seine Spende zugleich als „Geschenk der Bürgerstiftung für die Gestaltung des Parks" verstanden wissen, „sturmfest und erdverwachsen, wie es in unserem Niedersachsenlied zum Ausdruck kommt".
Wenige Tage zuvor hatte sich die „Gesellschaft zur Erhaltung historischer Parks und Gärten in Niedersachsen" anlässlich ihrer Jahrestagung in der Gastwirtschaft Sutthauser Mühle davon überzeugen können, welche „sehr gute Arbeit" der Bürgerverein mithilfe der Anschubfinanzierung der Gesellschaft bei der Sanierung der Gräfte, historischer Bauanteile im Bereich der Kapelle und der Neugestaltung des Parks mit Kunstwerken, Anlagen und der Wegeführung geleistet hat, wie auch Hans Adam von Hammerstein-Gesmold, Mitglied der Gesellschaft und Zweiter Vorsitzender der „Stiftung zum Erhalt historischer Gärten in Niedersachsen", unterstrich.

Einen würdigen Platz im historischen Park des Sutthauser Marienheims fand die Elsbeere, Baum des Jahres 2011, die von Klaus Lang (l.) und Friedrich H. Petersmann (r.) fachmännisch gepflanzt wurde. Foto: Hubert Kasselmann


Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 28.04.2011





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