Die Bürgerstiftung Osnabrück in der Presse

Subheadline: Bürgerstiftung Osnabrück will Projekte für Belange älterer Menschen fördern
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30.09.2020

Osnabrück (26.09.2020). Die Bürgerstiftung Osnabrück will Aktionen und Projekte fördern, die Osnabrück als "Mehrgenerationenstadt" voranbringen und sich für ältere Menschen einsetzen. Bis zum 30. Oktober können Initiativen ihre Vorschläge einreichen, über die dann eine sechsköpfige Jury entscheidet. Einzelne Anträge werden mit maximal 1500 Euro gefördert, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Ulrike Burghardt, jetzt in einem Pressegespräch. Der Spendentopf umfasse insgesamt 20.000 Euro, sofern kein großzügiger Geldgeber ihn noch erweitere.

Ältere Menschen sollen selbst aktiv werden

Drei Experten sollen zusammen mit den Stiftungsvertretern Ulrike Burghardt, David Benjamin Lecomte und Ramis Konya darüber urteilen, welche Projekte den Zuschlag erhalten. Zum Experten-Trio gehören Christiane van Melis, Referentin beim Bistum Osnabrück für das höhere Lebensalter, das Osnabrücker Arbeiterwohlfahrt-Vorstandsmitglied Annegret Brockfeld sowie Alt-Oberbürgermeister Hans-Jürgen Fip.

Diese Jury entscheidet, welche Projekte gefördert werden: Ulrike Burghardt mit Ramis Konya und David Benjamin Lecomte (ganz hinten) von der Bürgerstiftung Osnabrück werden unterstützt von Alt-OB Hans-Jürgen Fip, Annegret Brockfeld (AWO) und Christiane van Melis (Bistum Osnabrück, von links).     Foto: Hermann Pentermann

Die Bürgerstiftung möchte sich mit der Initiative "Mehrgenerationenstadt" für die Belange älterer Menschen in Osnabrück einsetzen, erklärte Burghardt. "Es geht nicht nur darum, Projekte zu finden, bei denen ältere Menschen die Empfänger einer Leistung sind. Wir suchen auch solche, bei denen sie selber aktiv werden."

Wie Christiane van Melis erklärte, können unter anderem Projekte gefördert werden, bei denen ältere Menschen miteinander in Kontakt kommen. Denkbar sei etwa, dass aktive und gesunde Personen, die sich jedoch bereits im Ruhestand befinden, mit gebrechlicheren Personen zusammengeführt würden. Dazu müsse allerdings abgewartet werden, bis sich Corona-Pandemie solche Aktivitäten wieder erlaube.

Vorurteile abbauen

Mit Blick auf urbane Entwicklungen befürchtet Bürgerstiftung-Vorstandsmitglied Ramis Konya ein "aktives Leben in den Innenstädten und ein passives Leben drumherum". Er selbst habe vor 20 Jahren in einer Siedlung mit zahlreichen Familien sein Haus gebaut. Da die meisten von ihnen nicht fortgezogen seien, entwickle sich dort ein Viertel, "das in 20 Jahren nur aus alten Menschen besteht. Wie wollen wir dort in die Gesellschaft noch eingebunden werden?", fragt er. Von den Vorschlägen erhofft sich der frühere SPD-Ratsherr deshalb unter anderem Ideen, um junge und ältere Personen besser miteinander zu vernetzen.  

Stichwort "Jung und Alt": David Benjamin Lecomte berichtete von seinem vierjährigen Kind, das schon jetzt fließend Französisch spreche, weil es mehrmals die Woche mit seinem französischen Großvater spiele. Er stellte fest: "Die alte Generation will ja auch etwas zurückgeben." Dies dürften die Jüngeren nicht vergessen, wenn sie mit Blick auf die nach und nach in Ruhestand gehende "Babyboomer"-Generation vor allem eine Belastung der Rentenkasse befürchteten. "Ich bin gespannt, was da für Projekte kommen, um diese Vorurteile abzubauen."

Die Bürgerstiftung Osnabrück kann gemeinnützige Organisationen, Personen oder Personengruppen aus Osnabrück fördern. Anträge können bis zum 30. Oktober per Post oder E-Mail eingereicht werden. Das dazu nötige Formular finden Interessierte unter www.buergerstiftung-osnabrueck.de.

Quelle: NOZ vom 26.09.2020 (Leon Walter)

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