Laudationen auf die Plätze 1 bis 3

Laudatio 1. Platz

Der erste Preis geht an Fynn und Malin Brackmann sowie Inga und Niklas Zumdohme, die ich nun auf die Bühne bitte.

Sie sind wegen ihres - für ihr Alter - außergewöhnliches sozialen Engagements von der Jury für den ersten preis vorgeschlagen worden. Die vier 6 bis 10-jährigen haben sich durch eine ideenreiche Spendenaktion, den Verkauf von Kastanienmännchen, zugunsten der Hilfsaktion für Not leidende Flüchtlinge in Somalia „stark für Andere" gemacht.

Es ist bemerkenswert, dass diese Kinder im Alter von 6-10 Jahren auf solch eine Idee gekommen sind und sich durch die Berichterstattungen über die Lage in Afrika dazu motiviert gefühlt haben, Menschen in Not zu helfen. Dies ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich. Wir finden, dass unsere vier Preisträger ein großes Vorbild für andere Menschen geworden sind und hoffen, dass sie selber weiter motiviert bleiben Menschen in Notsituationen zu helfen.

Dieses vorbildliche Handeln würdigt die Bürgerstiftung Osnabrück zusammen mit der Jury durch die Verleihung des KidCourage-Preises und spricht damit Dank und Anerkennung aus.

Herzlichen Glückwunsch!
Simone Vrielink


Laudatio 2. Platz

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Kerem Koc und ich durfte in der Jury von Kidcourage agieren.

Der Teilnehmer Kapillan Sivanesan hat durch sein besonderes soziales und interkulturelles Engagement nicht nur mein persönliches Interesse, sondern das Interesse der gesamten Jury geweckt. Er gründete und leitet unter anderem eine Jugend - Band und stellte dadurch seine musikalische Natur für gesellschaftliche Zwecke bereit. Weiterhin ist er ehrenamtlich als Lehrer der Sprache seiner ethnischen Herkunft, dem Tamilischen, tätig. Ich freue mich, ihm den 2. Platz für KidCourage übergeben zu können.

„Denn es muss von Herzen gehen, was auf Herzen wirken soll", wie Goethe es sagen würde.

Kerem Koc

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Laudatio 3. Platz

Meine Damen und Herren, liebe Kinder,

ich freue mich, heute den dritten Platz des KidCourage-Preises 2011 würdigen zu dürfen.

Unter all den Bewerbern, die in die engere Auswahl für KidCourage gekommen sind, war es für uns, der Jury sowie der Bürgerstiftung Osnabrück, sicherlich kein leichtes Unterfangen, die Projekte auszuwählen, die sich durch spezielles Engagement von den anderen Projekten abheben und somit prämierungswürdig erscheinen.

Jedoch sind wir zuletzt doch auf einen gemeinsamen Nenner gekommen und hierbei komme ich auch schon gleich auf den dritten Platz zu sprechen bzw. in diesem Jahr die dritten Plätze. Ja, in diesem Jahr sind es zwei dritte Plätze. Beide Projekte haben uns so gut gefallen, dass wir als Jury nicht entscheiden konnten und wollten, welches Projekt denn besser sei. Sie waren einfach beide durch starkes, zur Nachahmung anregendes Engagement gekennzeichnet.
Daher möchte zunächst Yannick und Kevin aus Osnabrück auf die Bühne bitten.
Dieses Projekt ist ein besonderes Beispiel für die Eigeninitiative zweier Jugendlicher, die mit vorbildlichem freiwilligem Einsatz etwas Sinnvolles für das Gemeinwohl tun. Sie präsentieren sich der Gesellschaft als Vorbilder und inspirieren andere Jugendliche zur Nachahmung. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass das Projekt keine einmalige Aktion, sondern ein auf Dauer angelegtes Projekt ist.

Damit kommen wir auch schon gleich auf unser zweites Projekt zu sprechen, welches sich ebenso durch Nachhaltigkeit sowie einem hohen Maß an Arbeitswillen auszeichnet.
Ich bitte die Schüler der Realschule Dissen auf die Bühne.
Ich bin deshalb auf die Nachhaltigkeit zu sprechen gekommen, da in diesem Projekt mittlerweile über 200 Jugendliche in den letzten fünf Jahren mitgemacht haben. Besonders erwähnenswert finde ich dabei, dass dies auch in den Sommerferien geschah. Des Weiteren ist diese Aktion ein gelungenes Beispiel für Integration, da die freiwilligen Schüler verschiedenster Nationalitäten in Kontakt mit alt eingesessenen Dissener Bewohnern kommen. Die Jugendlichen bringen bürgerschaftliches Engagement verlässlich ein. Darüber hinaus findet ein Miteinander der Generationen statt. Jugendliche Freiwillige treffen auf ältere ehrenamtliche Mitarbeiter der Tafel.
Ebenso ist es aufgrund der einfachen Durchführung und Organisation des Projektes möglich, von anderen Jugendgruppen kopiert und ebenso ausgeführt zu werden. Somit kennzeichnet sich dieses Engagement durch ein ständiges Geben und Nehmen aus. Die Jugendlichen geben ihre Arbeitskraft und ihre Freizeit und erhalten im Gegenzug Eindrücke und Begegnungen mit verschiedensten Menschen und lernen nebenbei sogar noch bis dahin unbekanntes Gemüse kenne wie „Rote Beete" oder „Dicke Bohnen".

Ich finde, meine Damen und Herren, diese beiden bewundernswerten Projekte sollten mit einem großen und lauten Applaus belohnt werden.

Yannick Frye