Bürgerstiftung ruft mit Ehrenamtlichen der Wohnberatung "Atkion barrierefreies Zuhause" ins Leben


Zusammen geht vieles besser. Das dachten sich auch die Mitarbeiter der ehrenamtlichen Wohnberatung des Seniorenbüros Osnabrück und die örtliche Kriminalprävention der Polizei: Die beiden Einrichtungen bieten jetzt gemeinsam Beratungen für Senioren an, die sie am Samstag beim Wochenmarkt erstmals öffentlich präsentierten.

„Wir sind für die innere Sicherheit zuständig, die Polizei für die äußere“, sagt Gerd Diekherbers, der sich seit einigen Jahren ehrenamtlich im Seniorenbüro engagiert. Gemeinsam mit weiteren Ehrenamtlichen hilft er Senioren dabei, ihre Wohnungen und Häuser hinsichtlich Stolperfallen und Gefahren zu überprüfen und Abhilfe zu schaffen.

Dafür haben sie eine Checkliste aufgestellt. Mit ihrer Hilfe können Senioren und ihre Angehörigen prüfen, ob der Ist-Zustand ihres Zuhauses genügend Sicherheit bietet. Dazu gehören zum Beispiel ausreichende Beleuchtung, Handläufe an Treppen oder Einstiegshilfen in die Badewanne, was das Innere der Wohnung anbelangt. Zudem berücksichtigt die Checkliste auch, ob das Haus für Dritte ausreichend ausgeschildert und beleuchtet ist – immerhin soll ja im Falle eines Falles auch die Notrettung wissen, ob sie sich am richtigen Haus befindet. Auch eine persönliche Beratung vor Ort durch die Wohnungsberatung ist möglich.

Martin Schmitz und seinen Kollegen von der Polizei hingegen helfen Senioren dabei, sich gegen unerwünschte Besucher zu schützen. Der Beauftragte für Kriminalprävention bei der Polizei Osnabrück berät hinsichtlich Einbruchschutz an Fenstern und Türen und guckt beispielsweise auch, ob es sinnvoll wäre, eine Alarmanlage zu installieren.

Manche Menschen aber verfügen nicht über genügend Finanzmittel, um sich den Umbau der eigenen Wohnung leisten zu können. Hier soll in möglichst naher Zukunft die „Aktion barrierefreies Zuhause“ zum Tragen kommen, die die Ehrenamtlichen der Wohnberatung mit der Bürgerstiftung ins Leben gerufen haben. Sobald ein Grundstock von 25.000 Euro steht, sollen Ausschüttungen erfolgen, die beispielsweise kleine Veränderungen an der Wohnung ermöglichen, wo staatliche Hilfe nicht greift.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 10.04.2017

Hier der Flyer zum Download.


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