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Subheadline: Bürgerstiftung ehrt außerordentliche Arbeitsgemeinschaften aus 23 Schulen in Stadt und Landkreis
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11.10.2017

(11.10.2017) „Über den Tellerrand hinaus“ arbeiten Schüler und Lehrer aus 23 Schulen in Stadt und Land Osnabrück. Dafür ehrte die Bürgerstiftung ihr Engagement und unterstützt die Projekte mit einer Fördersumme. Von Anne Sophie Köstner

Osnabrück. Jurymitglied Renate Fuchs und Wolfgang Schäfer, Vorsitzender des Stadtelternrates, leiteten durch den Abend. Zum vierten Mal verlieh die Bürgerstiftung mit einem Förderschwerpunkt-Thema ein Preisgeld an verschiedene Projekte.

Trommeln, Singen, Helfen und Forschen: Mit vielen unterschiedlichen AGs bewarben sich Osnabrücker Schulen für das Projekt der Bürgerstiftung „Über den Tellerrand hinaus“. Der diesjährige Förderschwerpunkt solle das Engagement der Schüler und Lehrer ehren, die in ihren Arbeitsgemeinschaften außergewöhnliche Aktivitäten anbieten und mehr machen als „normal“, erklärte Klaus Lang, Vorsitzender der Bürgerstiftung. Für die Arbeitsgemeinschaften gibt es jeweils eine Fördersumme von 200 bis 1200 Euro. Insgesamt wurden 15.000 Euro vergeben, die die Arbeitsgemeinschaften unterstützen sollen oder die Umsetzung neuer Projekte und Ideen ermöglichen.

Viele ausgezeichnete Arbeitsgemeinschaften sind sozial und setzen sich für andere ein. Die AG „Helping Hands“ des Ratsgymnasiums entstand, weil die Schüler nach dem Erdbeben 2010 in Haiti helfen wollten. Die AG übernahm ein Patenkind. Inzwischen wolle sie durch Projekte und Aktionen Spenden sammeln, um überall auf der Welt zu helfen, erklärte eine Schülerin der AG bei der Prämierungsveranstaltung. In der Palästina-AG der Erich-Maria-Remarque-Realschule geht es um den Austausch mit der Partnerschule in Palästina. Auch machte sich eine Gruppe zum Kennenlernen auf den Weg nach Palästina. Dort war sie bei den Schülern und ihren Familien zu Gast. Geplant ist, Schüler der Partnerschule nach Osnabrück einzuladen. Hierfür brauchen sie die Unterstützung.

Gesang und Instrumente gibt es in den musikalischen AGs. Einige von ihnen zeigten ihr Können bei der Veranstaltung. Die Sänger der Musical-AG der Grundschule „In der Wüste“, die Percussion-Klasse der Wittekind-Realschule und die Trommler aus der Kloster Oeseder Graf-Ludolf-Schule mit ihrer Musical-AG überzeugten auch die Gäste. Auch die AGs „Ukulele“ der Grundschule Sutthausen und „Wir trommeln“ der Grundschule Bissendorf freuten sich über eine Prämierung.

Sportlich: Straßenfußball, bei dem es darum geht, möglichst fair zu spielen, ist die Leidenschaft der AG „Kick Fair“ in der Möser-Realschule. Die Regeln des südamerikanischen Teamspiels bestimmen die Spieler selbst. In der Pausen-AG betreuen die älteren Schüler die Jüngeren. Mit dem Fördergeld soll unter anderem ein Turnier für die Fünftklässler finanziert werden. Das Rudern im Gymnasium Carolinum beim Schülerinnen-Achter-Cup wurde ausgezeichnet sowie „Laufende Integration“ im Berufsschulzentrum Westerberg. Diese verknüpft Integration und Sport.

Wissensdurstige Schüler können an der „Bionik- und Biomimikry“-AG der Albert-Schweitzer-Schule, an der Forscher-AG der Grundschule Haste oder den Schülerzeitungen der Grundschule Hellern und der Heilig-Geist-Schule teilnehmen. Eine Video-AG in der Bertha-von-Suttner-Realschule wurde ebenfalls ausgezeichnet. Mit einem Herz für Tiere engagieren sich die Schüler des „Altstädter Pfötchenclubs“ der gleichnamigen Grundschule für Vierbeiner.

Die Schülerfirma der Thomas-Morus-Schule möchte eine Plattform für alle Schülerfirmen erstellen, um einen Austausch zu ermöglichen. Eine Kostprobe gab die Schülerfirma „Fruchtoase“. Die Firma verkauft nicht nur Obst, sondern kooperiert mit dem „Café Knusper“ der Montessori-Schule. Sie sind auch an anderen Schulen unterwegs. Zudem sammeln sie Spenden für die Partnerschule in Peru.

Ebenfalls bekamen Arbeitsgemeinschaften der BBS am Schölerberg, der Angelaschule, des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, die Ursulaschule und die Drei-Religionen-Schule ein Fördergeld.

Rhythmus im Blut: Konzentriert spielen die Schüler der Percussion-Klasse der Wittekind-Realschule bei der Urkundenübergabe im Graf-Stauffenberg-Gymnasium. Foto: Katja Steinkamp

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 11.10.2017