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Subheadline: Viertes Kinderbewegungsfest in der evangelischen Familienbildungsstätte
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23.11.2015

(23.11.2015) Osnabrück. Die Bürgerstiftung Osnabrück, das Institut für Sport- und Bewegungswissenschaft der Universität Osnabrück und das Niedersächsische Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung haben am Samstag zum Kinderbewegungsfest eingeladen.

Einen Parkplatz zu ergattern war am Samstag nicht so einfach wie sonst an der Anna-Gastvogel-Straße. Von allen Seiten strömten Familien der evangelischen Familienbildungsstätte zu.

Dort ging es wuselig zu: Kinder zwischen zwei und acht Jahren liefen auf den Gängen des Erdgeschosses herum, Eltern unterhielten sich, viele bunte Luftballons hingen an der Decke. Über alldem hing ein Geruch von Kaffee und Apfelkuchen, mit dem sich vor allem Eltern stärkten.

„Ich finde diese zwei Stunden hier sehr gut. Vor allem gefällt mir die Vielfältigkeit der Möglichkeiten für Kinder“, sagte ein Vater lächelnd. „Wir sind gerade erst angekommen. Unsere Große mischt beim Mitmachzirkus schon kräftig mit, während die Kleine zu den Klängen des Akkordeons nach Ballons hascht und tanzt“, teilte eine Mutter mit.

Bereits zum vierten Mal fand das quirlige Kinderbewegungsfest statt. Dieses Mal jedoch statt auf einem Sportplatz der nasskalten Jahreszeit wegen in den Räumen der evangelischen Familienbildungsstätte. Gleichzeitig boten die Kooperationspartner ein alltagstaugliches Programm zum Mitmachen an, bei dem jederzeit Kinder dazukommen oder in ein anderes Angebot hineinschnuppern konnten. Ganz nach Lust und Laune und gemäß dem Motto „Spielzeit – gemeinsam spielen, lachen und toben“ gab es ein aktives Programm.

Vor allem Spiele, die mit einfachen Alltagsgegenständen gespielt werden können, wurden vorgestellt. In den letzten Jahrzehnten sei vieles für Kinder früher Selbstverständliches verloren gegangen.

Bewegung sei wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung, betonte Klaus Lang, Vorsitzender der Bürgerstiftung Osnabrück.  „Wir wollen den Kindern freies Spielen ermöglichen und die Eltern wachrütteln. Dazu gehören Spiele, die mit Fantasie belebt werden. Dann wird aus einem Stock ein Zauberstab und aus ein paar Kastanien eine Rassel. Kinder benötigen nicht viel Spielzeug, sondern die Möglichkeit, mit einfachen Mitteln auf eigene Ideen zu kommen“, so Lang. Daher biete das Projekt für jede Familie etwas. 

„Von- und miteinander lernen, dass man mal warten muss, bis man dran ist, Strukturen lernen – das ist hier gut möglich. Kinder wollen sich bewegen. Sie sausen hier unabhängig, frei und selbstbewusst herum. Die Eltern sehen das und merken, wie leicht sie selbst für eine aktive Spielzeit zu Hause sorgen können“, sagte Martina Kischel, Leiterin der evangelischen Familienbildungsstätte.

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Spiel und Spaß standen im Mittelpunkt des Kinderbewegungsfestes der Bürgerstiftung in der evangelischen Familienbildungsstätte. Foto: Gert Westdörp

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 23.11.2015