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08.04.2011

thb Osnabrück. Was kann in Zukunft geleistet werden, um den Konkreten Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart in der öffentlichen Wahrnehmung seiner Geburtsstadt Osnabrück präsent zu halten? Um Antworten auf diese Frage zu finden, hatte die VG-Initiative zum „VG-Treff“ in das Café Läer geladen.

Dr. Siegfried Hoffmann, der die VG-Initiative vor sechs Jahren ins Leben ge rufen hatte, berichtete zunächst, dass durch die Ausstellung „gestalten, forschen und erfinden", die in Kooperation mit der Universität Osnabrück und der Sparkasse durchgeführt worden war, 1700 Euro Spendengelder an die Bürgerstiftung geflossen seien.
Inge Jaehner, Direktorin des Felix-Nussbaum-Hauses, berichtete, dass im demnächst mit neuem Anbau wiedereröffneten Museum eine Ausstellung geplant sei, die den Konstruktivismus und Dekonstruktivismus in Beziehung zum Werk Nussbaums setzen soll. In diesem Rahmen könnten unter anderem die leider nicht vielen Werke Vordemberge-Gildewarts, die in städtischem Besitz sind, gezeigt werden.
Darüber hinaus soll ab Mitte Juni eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „VG-Gespräche" starten, die in den neu gestalteten Multifunktionsräumen im Souterrain des Kulturgeschichtlichen Museums stattfinden wird. „Drei- bis viermal im Jahr soll dort über Fragen zu Gegenwartskunst und Moderne diskutiert werden", erklärte Dr. Stefan Lüddemann, Leitender Blattmacher der Neuen Osnabrücker Zeitung, der die Reihe maßgeblich konzipierte.
In deren Rahmen können natürlich auch die Konkrete Kunst und Vordemberge-Gildewart in den Fokus gestellt werden. Ob Vortrag, Podiumsgespräch oder Diskussion, die Form sei offen.

Erläutert die „VG-Gespräche": Stefan Lüddemann (stehend) im Café Läer. Foto: Uwe Lewandowski

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 08.04.2011